WISSEN — GRUNDLAGEN & COMPLIANCE

Shadow IT

Shadow IT bezeichnet Geräte, Anwendungen und Dienste, die im Unternehmen genutzt werden, ohne dass die IT davon weiß oder sie freigegeben hat. Dazu zählen der privat mitgebrachte Router im Lager ebenso wie ein Cloud-Dienst, den eine Fachabteilung eigenständig abonniert hat, oder ein Wartungszugang, den ein Dienstleister vor Jahren eingerichtet hat.

Einfach erklärt

Shadow IT entsteht fast nie aus böser Absicht. Sie entsteht, weil jemand eine Aufgabe erledigen wollte und der offizielle Weg zu lange gedauert hätte. Das Ergebnis ist trotzdem dasselbe: Systeme, die niemand pflegt, niemand aktualisiert und niemand auf der Liste hat, wenn es darum geht, was im Netzwerk eigentlich läuft.

Warum sie sicherheitsrelevant ist

Nicht erfasste Systeme werden nicht gepatcht, nicht überwacht und tauchen in keiner Bestandsaufnahme auf. Für einen Angreifer sind sie deshalb attraktiv. Hinzu kommt eine Nachweisfrage: Wer belegen muss, welche Systeme betrieben werden und wie sie abgesichert sind, kann das für Systeme nicht leisten, von deren Existenz er nichts weiß.

Wozu es dient und wo die Grenze liegt

Eine Sicht auf den Netzwerkverkehr macht Shadow IT sichtbar, ohne dass vorher eine Liste existieren muss: Was kommuniziert, wird erfasst, unabhängig davon, ob es dokumentiert ist. In der Praxis ist das oft eines der ersten Ergebnisse einer solchen Auswertung. Die Grenze: Sichtbar wird, was am Netz hängt. Ein Cloud-Dienst, den jemand ausschließlich über sein privates Mobilfunknetz nutzt, taucht dort nicht auf.

Verwandte Begriffe

Wie eine punktuelle Bestandsaufnahme abläuft, beschreibt Compromise Assessment.

Zuletzt aktualisiert: 9. August 2026 · 4 Min. Lesezeit