WISSEN — SICHERHEITSPRÜFUNG
Compromise Assessment
Einfach erklärt
Ein Penetrationstest fragt: „Könnte jemand einbrechen?" Ein Compromise Assessment fragt: „Ist vielleicht schon jemand drin?" Es ist die passende Prüfung für den Moment, in dem ein Verdacht im Raum steht oder nach einem Vorfall Gewissheit gebraucht wird, ob wirklich alles vorbei ist.
Wie es abläuft
Ein Compromise Assessment wertet die tatsächliche Aktivität im Netzwerk aus — Verbindungen, Kommunikationsmuster, Auffälligkeiten — und gleicht sie gegen das normale Betriebsbild und bekannte Bedrohungsindikatoren ab. Das Ergebnis ist eine belastbare Aussage zur aktuellen Lage, kein Rohdaten-Dump.
Wozu es dient und wo die Grenze liegt
Typische Anlässe sind die Zeit nach einem Vorfall, ein konkreter Verdacht oder ein Plausibilitätscheck vor einem Audit. Die Grenze: Ein Compromise Assessment ist eine Momentaufnahme der Lage, kein dauerhaftes Monitoring. Es beantwortet „Ist gerade etwas auffällig?", nicht „Werde ich künftig laufend überwacht?" — dafür ist kontinuierliche NDR gedacht.
Verwandte Begriffe
AEGYS Monitor lässt sich auch als punktueller Reality-Check einsetzen — mehr dazu.
Zuletzt aktualisiert: 5. Juni 2026 · 4 Min. Lesezeit
