WISSEN — BEDROHUNGEN & ANGRIFFSTECHNIKEN
Lateral Movement (laterale Bewegung)
Einfach erklärt
Ein Einbrecher, der durch ein Kellerfenster einsteigt, ist selten am Keller interessiert. Er bewegt sich durchs Haus, probiert Türen, sucht den Tresor. Genauso geht ein Angreifer im Netzwerk vor: Der erste kompromittierte Rechner ist nur der Einstieg — das eigentliche Ziel liegt woanders, und der Weg dorthin führt seitlich durch das Netz.
Wie es abläuft
Nach dem ersten Zugriff sammelt der Angreifer Zugangsdaten, missbraucht legitime Werkzeuge und greift auf weitere Systeme zu. Weil er sich oft normaler Bordmittel bedient, sieht vieles davon auf den ersten Blick wie regulärer Betrieb aus — was die Erkennung erschwert.
Wozu es dient und wo die Grenze liegt
Laterale Bewegung ist einer der wichtigsten Momente, um einen Angriff zu stoppen, bevor er sein Ziel erreicht. Sie erzeugt ungewöhnliche interne Verbindungen — Systeme sprechen miteinander, die das sonst nie tun. Genau solche Muster macht NDR sichtbar, weil es den internen Verkehr direkt beobachtet, statt sich auf Logs einzelner Systeme zu verlassen.
Verwandte Begriffe
Die Taktik ist im Framework MITRE ATT&CK dokumentiert. Wie sich solche Bewegungen im Netzwerk zeigen: Netzwerk-Monitoring-Tool richtig einordnen.
Zuletzt aktualisiert: 5. Juni 2026 · 4 Min. Lesezeit
