WISSEN — SICHERHEITSPRÜFUNG
Automatisierte Angriffssimulation
Einfach erklärt
Ein klassischer Penetrationstest ist wie eine gründliche Inspektion, die einmal im Jahr stattfindet — danach kann sich vieles ändern, ohne dass es jemand prüft. Eine automatisierte Angriffssimulation macht denselben Tiefgang, aber so oft wie nötig: Sie probiert tatsächlich aus, welche Wege ein Angreifer nehmen könnte, und kann das nach jeder größeren Änderung wiederholen.
Wie es funktioniert
Die Simulation nutzt dieselbe Logik wie ein menschlicher Angreifer: Sie sucht Schwachstellen, versucht sie auszunutzen, weitet Rechte aus und verkettet Schritte zu einem Pfad. Die Vorgehensweisen orientieren sich an etablierten Angriffsmodellen wie MITRE ATT&CK, sodass die Ergebnisse nachvollziehbar eingeordnet werden können. Das Resultat ist ein priorisierter Befund: Was ist tatsächlich angreifbar, wie kritisch, was zuerst beheben.
Wozu es dient und wo die Grenze liegt
Die Stärke liegt in der Wiederholbarkeit: Sie schließt die Lücke zwischen zwei manuellen Tests und macht Sicherheitsfortschritt messbar. Sie ersetzt nicht jede Form spezialisierter manueller Prüfung — etwa kreatives Red Teaming oder tiefe manuelle Code-Analysen —, deckt aber den Großteil der praktisch relevanten Angriffswege automatisiert und regelmäßig ab.
Verwandte Begriffe
Die drei Kategorien der Sicherheitsprüfung im Vergleich: Pentest vs. Schwachstellenscan. AEGYS Pentest ist eine autonome Angriffssimulation — mehr dazu.
Zuletzt aktualisiert: 5. Juni 2026 · 4 Min. Lesezeit
