SIEM-ALTERNATIVE

Wenn ein klassisches SIEM nicht die richtige Antwort ist

SIEM-Systeme sind leistungsfähig – aber nicht für jede Situation. Diese Seite zeigt, wann ein SIEM die richtige Wahl ist und wann eine Alternative schneller, günstiger und unabhängiger zur Antwort führt.

15 Minuten zur Einordnung. Wenn es nicht passt, sagen wir das.

EINORDNUNG

Was ein SIEM gut kann – und wo es an seine Grenzen kommt

Ein SIEM ist die Standardlösung für dauerhaftes Sicherheits-Monitoring in größeren Organisationen. Es korreliert Logs aus vielen Quellen, erkennt Muster und unterstützt Compliance-Anforderungen. Wenn Sie eine permanente Überwachung mit zentraler Datenhaltung brauchen, ist ein SIEM das richtige Werkzeug.

Diese Seite ist kein Argument gegen SIEM. Sie ist ein Argument dafür, das richtige Werkzeug für die jeweilige Situation zu wählen.

Es gibt aber Situationen, in denen ein SIEM zur falschen Antwort wird – entweder weil der Aufwand nicht zur Aufgabe passt, oder weil die Architektur des Systems eine bestimmte Frage nicht eindeutig beantworten kann.

Vier Gründe

Warum SIEM-Einführungen in der Praxis scheitern

In der Praxis sehen wir immer wieder dieselben Muster:

01

Implementierungszeit übersteigt den Bedarf

Wenn die Einführung länger dauert als die Frage offen ist

Ein SIEM benötigt typischerweise mehrere Monate von der Auswahl über die Integration bis zum produktiven Betrieb. Use-Case-Engineering, Log-Anbindung, Tuning und Schulung addieren sich. In Situationen, in denen Klarheit innerhalb weniger Tage gebraucht wird – etwa nach einem Sicherheitsvorfall – kommt diese Geschwindigkeit zu spät.

02

Lizenz, Implementierung, laufender Betrieb — drei Kostenblöcke, die sich addieren.

Wenn die Kosten schneller wachsen als der Nutzen

SIEM-Lizenzen werden typischerweise nach GB/Tag, Events-pro-Sekunde oder angebundenen Assets berechnet. Hinzu kommen Implementierungskosten für Use-Case-Engineering und Integration sowie laufender Personalbedarf für Wartung und Tuning. In Summe liegen SIEM-Projekte für mittelständische Organisationen schnell im fünf- bis sechsstelligen Bereich pro Jahr — ohne dass damit garantiert ist, dass nach einem Vorfall die richtigen Daten in den Logs stehen.

03

Personalbedarf für den laufenden Betrieb

Wenn niemand das System pflegen kann

Ein SIEM ist kein Werkzeug, das man installiert und stehen lässt. Es braucht laufende Pflege: neue Use Cases, Tuning gegen False Positives, Anpassung an neue Datenquellen. Im DACH-Raum fehlen Sicherheitsspezialisten – und gerade kleinere Unternehmen oder MSSPs ohne dediziertes SOC stoßen schnell an ihre Grenzen.

04

Schutz und Analyse aus derselben Quelle

Wenn die unabhängige Sicht fehlt

Wenn Detection, Schutz und Bewertung im selben System erfolgen, fehlt eine zweite Perspektive. Ein System, das einen Angriff übersehen hat, wird denselben Angriff auch bei der Nachbewertung nicht zwingend finden. Insbesondere nach einem Vorfall – wo es darauf ankommt, ob noch Restaktivität läuft – ist eine unabhängige Sicht oft der entscheidende Punkt.

Detection-Lücken sind kein Einzelphänomen — sie sind systemisch.

Der BSI-Lagebericht 2025¹ dokumentiert: 48 Prozent der Betreiber Kritischer Infrastrukturen in Deutschland verfügen über kein System zur Angriffserkennung.

Aber auch dort, wo SIEMs im Einsatz sind, ist die Abdeckung begrenzt. Eine 2025 veröffentlichte Analyse von CardinalOps auf Basis von 13.000 Detection-Regeln und über 2,5 Millionen Log-Quellen zeigt: SIEM-Systeme decken im Durchschnitt nur 21 Prozent der von Angreifern verwendeten MITRE-ATT&CK-Techniken ab² — 79 Prozent bleiben unentdeckt.

Detection-Lücken existieren also auf zwei Ebenen: Systeme, die fehlen — und Systeme, die nicht alles sehen.

IM ALLTAG

Wann ein SIEM die richtige Wahl ist

Es gibt klare Situationen, in denen ein SIEM der richtige Schritt ist.

Sie brauchen permanentes, zentral korreliertes Monitoring über viele Datenquellen

Compliance-Anforderungen verlangen eine durchgängige Log-Sammlung mit Aufbewahrungsfristen

Sie betreiben ein dediziertes SOC mit Personal für Use-Case-Engineering und Tuning

Sie wollen ein langfristiges Datenfundament für Bedrohungsanalyse und forensische Auswertung aufbauen

In diesen Fällen ist ein SIEM nicht nur die richtige Wahl – es ist alternativlos.

Anforderungen

Was eine SIEM-Alternative leisten muss

Wer eine Alternative zum SIEM sucht, hat in der Regel einen klaren Anlass: ein Vorfall, ein leiser Verdacht, eine offene Frage zur aktuellen Lage. Damit eine Alternative diesen Anlass bedienen kann, muss sie vier Eigenschaften erfüllen:

Sofort einsetzbar.

Kein mehrwöchiges Implementierungsprojekt. Anschluss und erste Erkenntnisse innerhalb von Tagen, nicht Monaten.

Unabhängige Zweitsicht – offen für mehr.

Die Netzwerksicht steht eigenständig und verändert nichts an Ihren bestehenden Systemen – deshalb liefert sie nach einem Vorfall eine echte zweite Perspektive. Auf Wunsch lassen sich weitere Quellen (z. B. EDR, Firewall) ergänzen, um das Bild zu vervollständigen.

Belastbare Aussage statt Datenmenge.

Das Ziel ist nicht ein weiterer Datenstrom, sondern eine konkrete Antwort auf eine konkrete Frage.

Wirtschaftlich und flexibel.

Kontinuierlich als Subscription oder punktuell pro Einsatz – ohne Lizenz pro GB, ohne lange Bindung.

AEGYS

AEGYS Monitor: NDR-Sicht aufs Netzwerk — punktuell oder kontinuierlich

AEGYS Monitor ist eine passive Network-Detection-and-Response-Lösung (NDR) aus Deutschland. Die Appliance wird über SPAN oder TAP ans Netzwerk angebunden und liefert eine unabhängige Sicht auf die tatsächliche Netzwerkkommunikation — wahlweise als punktueller Reality-Check oder als kontinuierliche NDR-Subscription. Die ausführliche Produktbeschreibung steht auf der Monitor-Seite.

Direkt am Netzwerk

Erfassung passiv über SPAN-Port oder TAP. Keine Agenten, kein Eingriff in Ihre Systeme – die Netzwerksicht steht für sich. Weitere Quellen lassen sich bei Bedarf ergänzen.

Schnell wirksam

Erste Auffälligkeiten meist innerhalb weniger Stunden. Eine belastbare Einschätzung je nach Netzwerkgröße und Aktivität — ohne mehrwöchiges Implementierungsprojekt.

Punktuell oder kontinuierlich

AEGYS Monitor kann als punktueller Reality-Check oder als kontinuierliche NDR-Subscription (Network Detection and Response) genutzt werden — ohne Lizenz pro GB, ohne Mindestlaufzeit.

AEGYS Monitor ist der schnelle, unabhängige Einstieg über die Netzwerksicht — ohne SIEM-Projekt. Wo mehr gebraucht wird, lassen sich weitere Quellen ergänzen und bestehende Investitionen aufwerten, statt sie zu ersetzen.

VERGLEICH

SIEM oder AEGYS – wann was passt

Ziel

Klassisches SIEM

Dauerhaftes Monitoring

AEGYS

Kontinuierliche Sicht — oder punktuelle Klarheit bei Bedarf

Time-to-Value

Klassisches SIEM

Wochen bis Monate

AEGYS

Stunden bis wenige Tage, ohne Implementierungsprojekt

Setup

Klassisches SIEM

Projekt mit Use-Case-Engineering

AEGYS

Anschließen, läuft

Datenbasis

Klassisches SIEM

Logs aus angebundenen Quellen

AEGYS

Direkte, passive Netzwerksicht als Basis — auf Wunsch ergänzt um weitere Quellen (z. B. Endpoint)

Datensouveränität

Klassisches SIEM

Daten in zentralem System, oft cloud-basiert

AEGYS

Erfassung passiv beim Kunden; Metadaten verschlüsselt zur Auswertung nach Deutschland — keine Drittstaaten, keine Hyperscaler-Cloud

Lizenzmodell

Klassisches SIEM

Pro GB / EPS / Asset, plus Implementierung und Betrieb

AEGYS

Einsatzbasiert oder Subscription, ohne Lizenz pro GB

Personalbedarf

Klassisches SIEM

Dediziertes SOC oder SIEM-Team

AEGYS

Kein eigenes SOC-Team nötig

Eignung Post-Incident

Klassisches SIEM

Eingeschränkt – nur wenn vorher angebunden

AEGYS

Sofort einsatzbereit

Typischer Einsatz

Klassisches SIEM

Permanente Sicherheitsinfrastruktur

AEGYS

NDR, Compromise Assessment, Zweitmeinung, Akut-Klärung

SIEM-Projekte für mittelständische Organisationen verursachen je nach Umfang signifikante Kosten — neben Lizenz und Implementierung vor allem laufenden Personalbedarf für Use-Case-Engineering und Pflege. Die genaue Spanne hängt stark vom Datenvolumen, der Anzahl angebundener Systeme und dem Betriebsmodell ab. AEGYS arbeitet einsatzbasiert — konkrete Konditionen besprechen wir im Erstgespräch.

Beide Werkzeuge haben ihre Berechtigung. Die Frage ist nicht, welches besser ist, sondern welches zu Ihrer aktuellen Aufgabe passt.

IM EINSATZ

Wer AEGYS wann einsetzt

Für CISOs und IT-Leiter

Nach einem Sicherheitsvorfall oder bei einem leisen Verdacht: schnelle, unabhängige Bewertung der Netzwerkaktivität, ohne dass ein neues SIEM-Projekt gestartet werden muss. Auch als Zweitmeinung zur Bewertung der eigenen Sicherheitslage – ohne dass die bestehende Infrastruktur verändert wird.

Für MSSPs und Security-Partner

Schnelle Klarheit bei Kunden, die kein eigenes SIEM betreiben oder bei denen ein SIEM-Einsatz nicht im Verhältnis zum Anlass steht. Ein zusätzlicher Service, ohne dass eigene Infrastruktur aufgebaut werden muss – und ohne dass der Kunde ein langfristiges Tool einführen muss.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zur SIEM-Alternative

15-Minuten-Erstgespräch

Sehen Sie, ob eine SIEM-Alternative für Ihre Situation passt

15 Minuten Erstgespräch. Wir verstehen Ihre Situation und prüfen mit Ihnen, ob AEGYS die richtige Antwort ist – oder ob ein anderer Weg sinnvoller wäre. Wenn AEGYS passt, setzen wir den Einsatz zeitnah um.

15 Minuten zur Einordnung. Wenn es nicht passt, sagen wir das.

Auch für MSSPs und Security-Partner